Der Santenberg blüht auf!

Das Vernetzungsprojekt Santenberg hat die Halbzeit erreicht. Anlässlich einer Abendexkursion liessen sich Vertreter des Gemeinderates von Egolzwil und Wauwil, zahlreiche Landwirte und die Kommissionmitglieder über den Zwischenstand und das weitere Vorgehen informieren. Eines ist jetzt schon sicher: der Santenberg blüht auf.

Mit einem bunten Strauss blühender Wiesenpflanzen in der Hand erläutert Franz-Xaver Kaufmann den rund 30 interessierten Teilnehmenden, was auf der extensiven Wiese unterhalb des Buechwaldes alles wächst. Eine wahre Vielfalt: Margrithen, Wiesen-Salbei, Klappertopf, Flockenblumen, Schotenklee, Aufrechte Trespe und Goldhafer, um einige zu nennen. Im Hintergrund zirpen die Grillen ununterbrochen. Ein feiner Wiesenduft liegt in der Luft. Die Natur erobert den Santenberg offenbar zurück. Nicht ganz zufällig. Denn mehrere Landwirte am Santenberg nutzen zusätzliche Flächen extensiver, mähen zu einem späteren Zeitpunkt, legen Stein- oder Asthaufen an, pflanzen Hecken und Obstbäume und werten Waldränder mit Buchten auf. Das Ganze ist im Vernetzungsprojekt Santenberg geplant worden. Die Umsetzung läuft seit 2003. Die beiden Gemeinden und der Bund unterstützen die Aufwertungsmassnahmen.

Aufwertung ist auf gutem Weg

Um weitere typische Lebensräume am Santenberg zu gestalten, sollen noch mehr extensive Wiesen botanisch aufwertet werden. Zusätzlich sollen bestehende Hecken mit einem Krautsaum verbunden und weitere Kleinstrukturen geschaffen werden. An wichtigen Stellen sind weitere Einzelbäume geplant. Die bisherige Umsetzung verlief sehr positiv. Alle Umsetzungsziele für die ersten drei Jahre sind erreicht worden. Im letzten Herbst sind 110 Hochstamm-Obstbäume gepflanzt worden. Bei den Waldrändern, deren Aufwertung mit forstlichen Krediten unterstützt wird, sind die Ziele ebenfalls übertroffen worden. Entlang der Panoramastrasse sind die Unterschiede zwischen frisch geschlagenen und älteren Waldrandbuchten gut ersichtlich. Nach wenigen Jahren wachsen Sträucher und verschiedene Baumarten üppig auf.

Gemütliches Beisammensein

Nach einem informativen Rundgang durch Feld und Wald folgte bei der Fuchsentanzhütte der gemütliche Teil mit einer Grillwurst, einem Getränk und Alphornklängen von Kari Langenstein. Den beiden Gemeinderäten von Egolzwil und Wauwil wurde für die finanzielle Unterstützung gedankt, die den Santenberg aufblühen lässt. Zusammen mit den Land- und Waldeigentümern leisten sie einen Beitrag für einen attraktiven Lebens- und Erholungsraum Santenberg.

Bruno Röösli, Projektgruppe Netz Natur Santenberg

www.wauwil.ch/netznatur/

  
Margrithen-Blumen wachsen nur in extensiven Wiesen.


Gemeinderäte und Landwirte staunen über die neue Blütenpracht unterhalb des Buechwaldes Wauwil.


Franz-Xaver Kaufmann zeigt freudig einen bunten Strauss mit einheimischen Wiesen­blumen und Gräsern.

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