Netz Natur Santenberg: Erfolgreicher Start in die 2. Projektphase

Im Jahr 2008 ist die erste 6-jährige Projektphase von von Netz Natur Santenberg erfolgreich zu Ende gegangen. Das von den Gemeinen Egolzwil und Wauwil im Jahr 2003 gestartete Projekt hat seine gesetzten Ziele erreicht, wie die nachfolgende Tabelle zeigt.

Stand der Umsetzung im Jahr 2008 innerhalb des ursprünglichen Projektgebietes (inkl. kleinere Teilflächen in Dagmersellen und Mauensee).

Öko-Element

Ziel 2008

Ziel 2005

Erreicht 2008

Kleinstrukturen

20

15

30

Extensive Wiesen und Weiden

1500 a

1350 a

1669 a

Extensive Wiesen und Weiden mit Qualität nach ÖQV

300 a

100 a

783 a

Säume und Wildkrautfluren

15 a

10 a

25 a

Zahl der Hochstammobstbäume bleibt bis 2008 konstant

1270

1270

1280

Obstgärten erfüllen Qualität nach ÖQV

40%

25%

45%

Pflanzung von jungen standortgerechten Einzelbäumen

10 Stk.

3 Stk.

10 Stk.

Pflanzung neuer Hecken

100 m

50 m

100 m 

Hecken verfügen über einen Krautsaum

50%

25%

27%

Waldränder sind aufgewertet

1000 m

300 m

1445 m

 

Für die 2. Projektphase 2009 – 2014 konnte der Perimeter auf die Gemeinden Mauensee und Knutwil ausgedehnt werden, so dass jetzt der ganze Südhang des Santenbergs abgedeckt ist. Anlässlich der Wirkungskontrolle 2008 konnte festgestellt werden, dass vor allem die Schmetterlinge positiv auf die Aufwertungsmassnahmen reagiert hatten. Aus diesem Grund wurde für die 2. Projektdauer mit dem Mauerfuchs eine weitere Schmetterlingsart als Leitart ausgewählt. Neu dazugekommen sind unter anderen die einzige am Santenberg vorkommende und ungiftige Schlangenart (Ringelnatter) und der Feldhase.


Foto: Mauerfuchs

Das Vernetzungsprojekt Santenberg ist gut in die 2. Projektphase gestartet. Die Beratung der Landwirte hatte schon im April 2009 begonnen. Inzwischen konnte mit allen bisher beteiligten Landwirten von Egolzwil und Wauwil (18 Betriebe) die Vereinbarung erneuert und mit einem weiteren Betrieb eine neue Vereinbarung abgeschlossen werden. In Mauensee und Knutwil konnten acht Vereinbarungen für das laufende Jahr abgeschlossen und sechs weitere mit Beginn 2010 vorbereitet werden. Als wichtige Aufwertungsmassnahmen können im ganzen Projektgebiet im Jahr 2010 total 700 Aren Extensivwiese neu angesät und 20 Einzelbäume (17 Eichen und 3 Linden) gepflanzt werden. In Egolzwil konnten zudem mit finanzieller Unterstützung der Schild-Stiftung Luzern bereits im Herbst 2009 fünf Trockensteinmauern gebaut werden.

F. Xaver Kaufmann, Projektleiter

 

zurück